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Ein Foto & seine Geschichte – Fernweh

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Im Mittelpunkt des heutigen Beitrages steht ein einziges Bild. Ein Bild, das gut verdeutlicht, was wahrscheinlich jeder Mensch ein mal fühlt. Ich selbst habe es vor meinem Urlaub sehr, sehr stark gespürt, Fernweh.

Das Foto entstand in unserem Wochenendurlaub auf Rügen. Unser Hotel befand sich eher im Herzen der Insel. Am ersten Tag sind wir auf den großen Kreidefelsen, den Königstuhl, gefahren und von dort aus zum Meer herunter gewandert. Umso näher wir dem Meer kamen desto wohler haben wir uns gefühlt. Am Fuße des Felsens kamen wir dann auf einem Steinstrand an, den wir entlang spazierten.

Trotz allem fühlten wir uns noch nicht so richtig angekommen. Wir beide lieben das Meer, den Strand, den Sand, die Luft, das Kreischen der Vögel, einfach dieses Gefühl des Meeres. Zwar bekamen wir diese Gefühle ein wenig, aber es reichte uns noch nicht aus, um uns am Meer angekommen zu fühlen.

Daraufhin fuhren wir am nächsten Tag zum Ostseebad Binz. Wie es an der Ostsee so ist, läuft man zunächst über eine Strandpromenade, dann die Düne hinauf und schon steht man am Strand. Ein paar Schritte weiter und man kann barfuß ins Wasser laufen.

Wir gingen also über die Düne und in Richtung Meer. Plötzlich fühlten wir uns angekommen. Ich merke jedes mal, wenn ich am Meer bin, wie jede Last, der Stress des Alltags und alle Sorgen von mir abfallen und ich beginne mich zu entspannen.

Wir gingen am Strand spazieren. Wir beobachteten die Vögel. Wir schubsten uns gegenseitig ein Stückchen in das eiskalte Wasser. Wir hatten Spaß.

Später begannen wir Bilder zu machen. Sie sollten für uns sein. Früher wollte ich auf jedem Foto gut aussehen. Heute sage ich immer wieder zu Patrick: „Ist doch scheißegal, wie wir aussehen. Dieser Moment ist für uns, lass ihn uns festhalten.“

Wir machten viele lustige Bilder. Wir hüpften hoch und probierten genau in dem Moment ein Bild zu schießen. Wir tanzten am Strand entlang. Wir wurden sogar gefragt, ob diese Aufnahmen für irgendeine Werbung für Rügen oder so sein werden.

Dann kam uns die Idee. Lass und doch einfach mal aufs Meer schauen. Lass uns diesen Moment einfach nur genießen, ihn einfangen und tief im Herzen behalten. Also setzte wir uns hin und schauten aufs Meer. Wir bemerkten gar nicht, dass der 10 Sekunden Timer, den wir eingestellt hatten, weil wir noch keinen Selbstauslöser hatten, schon lange um sein musste. Wir blickten einfach nur hinaus aufs Meer und genossen den Moment.

Einen kurzen Moment danach knallte es hinter uns. Der starke Seewind hatte es geschafft unser Stativ umzuwerfen und unsere Kamera war im Sand gelandet, mit dem Objektiv voran. Das ganze ärgert uns immer noch total, da sich nach wie vor Sandkörner im Objektiv befinden, die dort einfach nicht raus wollen. Im ersten Moment ging die Kamera gar nicht mehr an und wenn sie anging, war alles einfach nur schwarz. Wir sind also froh, dass sie jetzt wieder funktioniert und es doch noch so gut überlebt hat.

Am Ende des Wochenendes waren wir erholt und auch ein Stück weit wieder froh Zuhause zu sein. Das eigene Bett, selbst gekochtes Essen und das kuschelige Sofa sind eben doch am schönsten. Dennoch kommt es immer wieder in mir auf, das Fernweh. Und gestillt werden kann es nach wie vor am besten, mit einem ausgedehnten Spaziergang am Strand und dem Blick auf das weite, weite Meer.

Dieser Beitrag entstand im Rahmen der Blogparade „Ein Foto & seine Geschichte“, bei der immer wieder ein anderen Thema im Fokus steht. Momentan geht es um das Thema Fernweh. Ich hoffe, ich konnte dir näherbringen, wie dieses Bild entstanden ist und welche Gedanken dahinter stecken. Alle weiteren Fernweh-Bilder und deren Geschichte findest du bei diesen Bloggerinnen:

29. Juni –   Alicja von Hate me or love me
1. Juli    –   Lea von A Journey to her Dreams
2. Juli    –   Franzi von franziskasophie
3. Juli    –   Feli von moderation is the key
4. Juli    –   Ariane von Heldenwetter
5. Juli    –   Aileen von Mademoiselle Moment
6. Juli    –   Carolin von coralinart
7. Juli    –   Sabine von everydaysoap

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