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Blogger ABC: G – Gastblogger-Guide, so schreibst du den perfekten Gastbeitrag

Wie ihr wisst, lief auf Floral Heart im Dezember ein Adventskalender mit Gastbloggern. Für diesen Kalender habe ich Ende September mit der Planung begonnen und habe letztendlich mit 20 verschiedenen Gastbloggern zusammengearbeitet. Auch vor diesem Projekt habe ich schon mehrmals Gastbloggern das Wort auf Floral Heart übergeben. Außerdem habe auch ich bereits den einen oder anderen Gastbeitrag auf anderen Blogs verfassen dürfen.

Bei all diesen Kooperationen mit meinen BloggerkollegInnen ist mir einiges aufgefallen, worauf man bei einer Gastblogger-Kooperation achten sollte, damit alles möglichst qualitativ, ohne Probleme und ohne Stress über die Bühne geht. Deshalb möchte ich euch heute 10. Tipps in meinem Gastblogger-Guide mit auf den Weg geben, wie ihr ein Gastblogger werdet, den jeder gern auf seinem Blog das Wort ergreifen lässt.

Der Inhalt des Gastbeitrags

Als allererstes solltet ihr als Gastblogger mit dem Gastgeber-Blogger ein Thema besprechen. Entweder hat der Gastgeber schon Themenideen oder ihr könnt eigene Vorschläge einbringen. Euer Thema sollte auf jeden Fall aktuell sein, den Lesern einen Mehrwert bieten und der Beitrag sollte noch nicht auf eurem Blog online sein. Außerdem solltet ihr den Beitrag auch nach Veröffentlichung auf dem Gastgeber-Blog nicht auf eurem Blog veröffentlichen. Das ist einerseits Ehrensache und auf der anderen Seite gefällt es Google gar nicht zwei mal den gleichen Content zu sehen – Stichwort: Unique Content!

Wählt auf jeden Fall ein Thema, zu dem ihr auch wirklich aussagefähig seid. Es bringt absolut nichts, wenn ihr ein Thema übernehmt, zu dem ihr keine Ideen habt, nur um dem Gastgeber zu gefallen. Außerdem solltet ihr euch für einen Gastbeitrag immer mindestens genau so viel Mühe geben wie für einen Beitrag auf eurem Blog. Zwar erscheint der Beitrag nicht bei euch, sodass es euch ja „theoretisch egal“ sein könnte, aber der Sinn eines Gastbeitrages ist ja auch neue Leser zu gewinnen und die kommen nur auf euren Blog, wenn der Gastbeitrag absolut super war.

Das Veröffentlichungsdatum des Gastbeitrags

Anschließend  besprecht ihr das Veröffentlichungsdatum. Außerdem solltet ihr den Gastgeber fragen, bis wann er den Beitrag von euch geschickt bekommen möchte. Auch wenn ihr denkt „die Person muss ja mein geschriebenes nur noch einfügen, das dauert nicht lange, da kann ich auch einen Tag vorher abgeben“ – vergesst es! Dieses „nur mal eben einfügen“ ist auch ein riesiger Aufwand. Euer Beitrag muss von der Formatierung her angepasst werden, evtl. müssen Bilder noch ein wenig bearbeitet werden und vielleicht habt ihr auch etwas vergessen, was im Nachhinein noch verbessert oder nochmals besprochen werden muss.

Sobald ihr den Termin habt, solltet ihr ihn euch aufschreiben und zwar nicht auf einen kleinen Schmierzettel, den ihr dann aus Versehen im Mülleimer versenkt. Ich habe bei meinem Adventskalender die Situation gehabt, dass ich zwei Wochen vorher alle Blogger noch mal angeschrieben habe und gefragt habe, ob der Termin noch steht. Zum Glück habe ich das gemacht, denn einige wussten gar nicht wovon ich rede und dass sie mir einen Gastbeitrag zugesagt hatten. Dementsprechend kamen kurz vorher noch einige Absagen rein, die man sicher hätte vermeiden können.

Außerdem solltet ihr den Beitrag frühstmöglich fertig haben. Kein Gastgeber wird euch böse sein, wenn er den Beitrag einen Tag früher bekommt. Ich durfte mir teilweise anhören, dass einige Blogger gerade viel zu tun hätten und es deshalb nicht rechtzeitig schaffen – zur Erinnerung: Ich habe manche Beiträge schon im September abgesprochen gehabt. Es macht einen wirklich schlechten Eindruck, wenn ihr solche Termine nicht einhaltet. Zumindest, wenn Dinge dazwischen kommen, die eigentlich kalkulierbar sind. Ich spreche hier nicht von plötzlichen Situationen, mit denen niemand rechnet.

Ein Blogger ist auch nur ein Mensch

So ärgerlich es auch ist: Wenn ihr bemerken solltet, dass ihr es nicht rechtzeitig schafft, sagt dem Blogger lieber ab, als euch gar nicht mehr zu melden. Das ist einfach nur fair.

Aber auch wenn ihr anderweitig Hilfe benötigt, zum Beispiel weil ihr mit dem Thema nicht weiter kommt, in einem kreativen Loch steckt, euer Bildbearbeitungsprogramm gerade nicht läuft oder ihr keine Idee für ein passendes Bild habt, schreibt eurem Gastgeber. Ich versuche meinen Gastbloggern immer wieder zu sagen, dass sie sich bitte bei mir melden sollen, wenn irgendwas ist. So ein Gastbeitrag ist ja immerhin eine Kooperation, eine Zusammenarbeit und bei einer Zusammenarbeit hilft man sich gegenseitig und greift sich unter die Arme, damit am Ende das bestmögliche Ergebnis für beide erzielt wird.

Weitere notwendige Absprachen für den perfekten Gastbeitrag

Doch das Datum ist bei weitem nicht der einzige Punkt, den ihr besprechen solltet. Es gibt viele Dinge, an die man auf den ersten Blick gar nicht denkt, die aber essentiell sind, um einen guten Gastbeitrag zu schreiben.

Die Bildgröße

Fragt euren Gastgeber nach der Größe, in der er seine Bilder immer veröffentlicht. In diese Größe bringt ihr anschließend die Bilder, bevor ihr sie verschickt. Das spart dem Gastgeber Arbeit, ihr zeigt, dass ihr mitdenkt und der Beitrag lädt anschließend deutlich schneller, wenn die Bilddatei nicht allzu riesig ist.

Der Hinweis zu eurem Blog

Außerdem solltet ihr besprechen, ob ihr und euer Blog in der Einleitung oder als Abschluss vorgestellt werdet und wer von euch beiden diesen kurzen Text schreiben wird. Außerdem könnt ihr auch nachfragen, ob ihr thematisch passende Beiträge aus eurem Blog zusätzlich verlinken könnt. Das euer Blog an sich verlinkt wird, ist Ehrensache und daran gibt es, meiner Meinung nach, nichts zu rütteln.

Affiliate Links

Ein Punkt, der mir erst bei meinem Adventskalender bewusst wurde sind die guten alten Affiliate Links. Verabredet mit eurem Gastgeber, ob ihr eure eigenen Affiliate Links einbinden dürft, mit denen ihr dann Geld verdienen könnt oder ob der Gastgeber darauf besteht, dass nur seine Links gesetzt werden.

Der Schreibstil

Jeder Blogger schreibt anders, hat einen anderen Stil. Das ist auch gut so. Dennoch solltet ihr als Gastblogger den Blog des Gastgebers etwas genauer unter die Lupe nehmen. Die einfachste Sache ist, euch anzuschauen, ob der gastgebene Blogger seine Leser mit du oder ihr anspricht. Am besten übernehmt ihr diese Schreibwiese, damit sich euer Beitrag gut in den Blog eingliedert. Außerdem könnt ihr noch auf den Aufbau der Überschriften achten und euren Titel dann nach dem selben Muster gestalten.

Die Einreichung des Gastbeitrags

Irgendwann ist es endlich soweit: Der Beitrag ist fertig geschrieben und bereit für die Abgabe. Spätestens jetzt solltet ihr mit dem Gastgeber Kontakt aufnehmen und ihn fragen, auf welchem Wege er den Gastbeitrag zur Verfügung gestellt haben möchte.

Das kann entweder über die ganz normale Mail passieren, über einen extra für Gastblogger eingerichteten Mail-Account, über Facebook, Dropbox, Google Drive und viele viele andere Wege.

Ich habe bei meinem Adventskalender den Fehler gemacht, dass ich mit den Bloggern über unterschiedliche Wege Kontakt hatte. Dadurch fiel es mir irgendwann unglaublich schwer noch durchzusehen, von wem ich was wo wann bekommen habe. Deshalb empfehle ich euch eine extra Gastblogger-Mail einzurichten. Dann dürfte eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Vorausgesetzt ihr setzt sie dann auch konsequent ein.

Rührt die Werbetrommel!

Dieser Punkt ist sicherlich kein Muss. Wie ihr aber wisst, bin ich sehr stark GEGEN Konkurrenz unter Bloggern. Deshalb gehört es meiner Meinung nach dazu, den Gastbeitrag in euren Social Media Kanälen zu teilen oder einen kurzen Ausschnitt auf eurem Blog anzuteasern (nach Absprache mit dem Gastgeber und am besten in anderem Wortlaut, ihr wisst schon: Unique Content und so 😉 ).

Damit wird die Bindung zwischen euch und dem Blogger gestärkt und gleichzeitig sehen eure Leser, dass ihr auch anderweitig aktiv seid und haben auch etwas von eurem neuen Beitrag.

Wenn ihr all diese Punkte des Gastbeitrag-Guides einhaltet, kann der Gastbeitrag eigentlich nur ein voller Erfolg werden. Damit ihr keinen Punkt vergesst, habe ich euch hier eine kleine Merkliste zusammengestellt, die ihr euch ganz einfach downloaden und abspeichern könnt:

Gastblogger Guide Merkliste

Nun interessiert mich aber, welche Punkte euch bei einem Gastbeitrag besonders wichtig sind, worauf ihr achtet und ob ich vielleicht noch einen Tipp vergessen habe?!

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Ich freue mich sehr, wenn du meinen Beitrag teilst 🙂

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10 Comments

  • Reply
    Aileen
    4. April 2016 at 13:16

    Ein wirklich sehr sehr schöner Beitrag! Vor allem total hilfreich mit vielen nützlichen Tipps 🙂 Ich habe für Interessenten auf meinem Blog jetzt eine Gastblogger-Seite eingerichtet, auf der es auch eine Infografik zum Download gibt, was alles beachtet werden sollte wenn man einen Gastbeitrag bei mir einreichen möchte 🙂 Deinen Beitrag finde ich aber sehr ausführlich und du greifst auch alle Punkte auf, die ich wichtig finde & die sich jeder auch zu Herzen nehmen sollte 🙂 Sehr schön!

    Liebst, Aileen

  • Reply
    Thao
    6. April 2016 at 12:37

    Danke für dei tollen Tipps 🙂
    Ich schreibe momentan den allersten Gastbeitrag, da hilft mir dein Post sehr. Vor allem, weil ich wirklich in bisschen planlos war, haha 😀

    LootieLoo’s plastic world

  • Reply
    Polly
    17. April 2016 at 12:34

    Sehr schöner Beitrag – ich bin noch gaaanz am Anfag und sicher weit von Gastbeiträgen entfernt. ABer die Seite hab ich schonmal gespeichert 🙂

    • Reply
      Floral Heart
      17. April 2016 at 12:51

      Jeder kann Gastbeiträge schreiben 🙂
      Schau doch mal bei kleinen Blogs in deinem Themengebiet vorbei. Vielleicht könnt ihr ja auch gegenseitig gastbloggen 😉

  • Reply
    Babsi
    24. April 2016 at 13:31

    Ich bin schon länger ein großer Fan von deinem Blogger ABC, find ich wirklich eine tolle Idee und für meinen nächsten Gastbeitrag werd ich mir hier sicher wieder Anregungen holen! 🙂

  • Reply
    Die Social Web News aus der 14. KalenderwocheSocial Web News
    21. Mai 2016 at 18:55

    […] So schreibt man den perfekten Gastbeitrag […]

  • Reply
    Alex L
    26. Mai 2016 at 18:59

    Hallo Jule,
    nun lese ich schon ein bisschen auf deinem Blog und mir gefallen reine Blogger-Themen, zu denen ich selbst aktiv bin. Gastbeiträge woanders schreibe ich einfach wegen der vielen eigenen Projekte und der fehlenden Zeit nicht. Dafür habe ich zwei Blogparaden-Blogs, wo jeder seine Blogparaden-Aktion einreichen darf und es auch langsam tut.

    Was Gastposts im Speziellen angeht, so würde ich sagen, dass es eine sehr gute Sache ist. Du arbeitest mit einem anderen Blogger und so festigt sich die Kooperation. Bei mir dürfen Interessenten ihre Gastartikelideen bringen und mir vorschlagen, ob es denn möglich wäre, einen Gastbeitrag auf Internetblogger.de zu veröffentlichen. Oft klappt das gut und ich mache nur aus, wie die Links zu setzen sind. Es dürfen keine Keywords verlinkt werden und solche Sachen. Es darf halt kein SEO gemacht werden, denn solche Artikel sind nur Empfehlungen und nicht dafür gedacht, um Suchmaschinen-Ranking so direkt zu beeinflussen. So fahre ich schon lange gut damit.

  • Reply
    Kommentier-Donnerstag mit Rostockerblogger.de vom 26.05.2016 - RostockerBlogger.de
    26. Mai 2016 at 19:58

    […] Jule seitens Floralheart.de mit Artikel Blogger ABC – Gastblogger-Guide […]

  • Reply
    Blogger ABC: L - Linkbuilding für Blogger - Floral Heart
    24. Juli 2016 at 20:53

    […] Was ihr bei der Erstellung von Gastbeiträgen unbedingt beachten solltet, zeigt euch der Gastblogger-Guide. […]

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