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Blogger ABC: K – Kameramodi im Überblick – Schritt für Schritt in den manuellen Modus

Kameramodi CAnon Erklärung

Mit einer Spiegereflexkamera macht jeder tolle Bilder – mit toller Tiefenschärfe, schönen Farben und nie verwackelt. Dies war auch mein Gedanke beim Kauf meiner ersten Spiegelreflexkamera, der Canon 1200D.

Doch als ich sie dann Zuhause in der Hand hielt, wusste ich gar nicht, wo ich anfangen sollte. So viele Knöpfe und Verstellmöglichkeiten sprangen mir förmlich ins Auge. Dazu kam, dass man überall hört und liest, dass man im Manuellen Modus fotografieren können muss – Automatik kann ja schließlich jeder und damit würde man gar nicht alles aus der Kamera herausholen und könnte auch direkt beim Handy oder der guten alten Digitalkamera bleiben.

Anfangs habe ich mich unter Druck gesetzt, wollte undbedingt im manuellen Modus fotografieren können und habe mich über jedes Bild geärgert, dass dann doch nicht so wurde, wie ich es wollte. Also habe ich mich auf eine Reise begeben. Angefangen beim Automatikmodus, über einige andere Modi bis hin zum Manuellen Modus. So habe ich nach und nach gelernt, was der ISO, die Blende und die Belichtugnszeit sind und welche Auswirkungen sie haben. Und so kam ich ganz entspannt und ohne viel Stress zum M-Modus meiner Kamera.

Da ich immer wieder lese, dass einige mit ihrer Kamera nicht zurecht kommen, nur den Automatikmodus nutzen und / oder sich ebenfalls Druck machen, um endlich manuell fotografieren zu können, möchte ich euch heute die einzelnen Kameramodi erklären und euch dabei zeigen, wie ihr euch Schritt für Schritt weg vom Automatikmodus, hin zum Manuellen Modus arbeitet.

Kameragrundlagen

ISO, Blende, Belichtungszeit

Dies sind die dreich wichtigsten Dinge beim Fotografieren. Nur durch das richtige Zusammenspiel dieser gelingt euch das perfekte Bild. Um euch über die drei Elemente zu informieren, empfehle ich euch diesen Artkel von Lichtkonfetti: Fotokurs – Belichtung Kapitel 5.1 / 5.2 und 5.3

Ansonsten hier noch ein mal eine kleine Zusammenfassung:

ISO: Hier geht es um die Sensorempfindlichkeit eurer Kamera. Je höher der ISO, desto größer die Gefahr eines Bildrauschens.

Blende: Durch die Blende wird das Licht in die Kamera gelassen.

je kleiner die Zahl -> desto größer die Blende -> mehr Licht & größere Tiefenschärfe

je größer die Zahl -> desto kleiner die Blende -> weniger Licht & weniger Tiefenschärfe

Belichtungszeit: Diese gibt an, wie lange die Kamera „geöffnet“ bleibt und das Licht auf den Sensor trifft.

Kameramodi im Überblick

Kameramodi CAnon verstehen, manueller Modus fotografieren

Automatikmodus / Automatikmodus mit Blitz

Die Canon Kameras haben an sich zwei Automatikmodi. Während bei dem einen automatisch der Blitz anspringt, wenn es zu dunkel ist, wird dieser beim anderen Automatikmodus komplett unterbunden. Ich empfehle euch eigentlich immer ohne Blitz zu fotografieren. Durch den eingebauten Blitz bekommt ihr hinter eurem Motiv ganz starke Kanten, die wirklich nicht schön sind und auch das Gesicht von Menschen sieht dadurch komisch aus und neigt zu roten Augen.

Deshalb am Anfang immer mit dem Automatikmodus ohne Blitz starten. Hier werden alle wichtigen Dinge für euch eingestellt und ihr könnt direkt drauflos knipsen.

P – Programmautomatik

In diesem Modus werden die Blende und die Verschlusszeit automatisch eingestellt. Diesen Modus habe ich recht schnell nach dem Automatikmodus verwendet. Die Bilder wirken in diesem Modus schon deutlich schöner. Das tolle an diesem Modus ist, dass ihr den ISO frei wählen könnt und sich alles andere entsprechend ändert. Ihr müsst also das Zusammenspiel der drei Elemente noch nicht komplett verstanden haben.

Diesen Modus habe ich genutzt, wenn die Bilder im Automatikmodus zum Rauschen geneigt haben. Mit der Programmautomatik konnte ich die Kamera zwingen den ISO möglichst klein zu halten. Hierbei kann es allerdings passieren, dass die Belichtungszeit so lang wird, dass ihr ein Stativ benötigt, um keine Wackler auf dem Bild zu haben.

Tv – Blendenautomatik

Hier werden Blende und ISO automatisch eingestellt, ihr könnt an der Belichtungszeit drehen. Diesen Modus habe ich gern verwendet um Feuerwerk an Silvester zu fotografieren, denn hier ist eine lange Belichtugnszeit von nöten, um den Verlauf des Feuerwerks richtig darstellen zu können.

Der Modus ist außerdem sinnvoll, wenn ihr beispielsweise fahrende Autos fotografieren möchtet und dabei das Licht der Autos zu Lichtstreifen werden lassen wollt. Grob gesagt: Dieser Modus zeigt vor allem bei Dunkelheit, was er kann. Allerdings solltet ihr hier mindestens ein Stativ, wenn nicht sogar auch einen Fernauslöser dabei haben.

CAnon Eos 1200 D mit Fernauslöser_Floral Heart

Av – Zeitautomatik

Nun könnt ihr endlich an der Blende schrauben. Bei vielen Bloggern ist es beliebt einen verschwommenen Hintergrund auf den Bildern zu erzeugen, eine so genannte Tiefenschärfe. Diese bekommt ihr durch eine kleine Blendenzahl.

Deshalb habe ich mir irgendwann angewöhnt bei meinen Bildern immer diesen Modus zu verwenden und die Kamera so zu der kleinsmöglichen Blende zu zwingen. Hallo Tiefenschärfe!

M – Manueller Modus

…und da sind wir auch schon am Ende unserer Reise angekommen: der manuelle Modus. In diesem könnt ihr ganz wild an allen Reglern stellen. Am besten nehmt ihr euch etwas Zeit, um nochmals die Zusammenhänge zwischen Blende, ISO und Belichtungszeit zu verstehen. Aber um ehrlich zu sein, habe ich das bis heute nicht getan.

Durch dieses Durchgehen der einzelnen Modi werden mir die Zusammenhänge langsam klar. Okay, manchmal müssen Julia oder Hella mir noch mal auf die Sprünge helfen, aber eigentlich habe ich den Dreh inzwischen grob raus.

Bei mir bleibt die Blende immer möglichst klein, damit ich meine schöne Tiefenschärfe bekomme. Sollte ich eine große Fläche scharf haben wollen, muss ich die Zahl dann natürlich doch etwas größer drehen. Den ISO halte ich immer möglichst klein, damit das Bild nicht rauscht. Letztlich variiere ich sehr viel über die Belichtungszeit. Wird diese irgendwann zu lang, stelle ich den ISO doch wieder etwas höher. Schritt für Schritt finde ich so zur perfekten Einstellung für meine Bilder. Doch auch ich habe noch lange nicht alles herausgefunden. eine Spiegelreflexkamera bringt einen langen Lernprozess mit sich und man kann immer wieder neue Dinge entdecken, wenn man es denn will.

Ich hoffe, ich konnte euch ermutigen Step by Step den Automatikmodus zu verlassen und so zu mehr Freiheit beim Fotografieren zu gelangen. Einen Tipp noch: Solltet ihr noch auf der Suche nach einer Kamera sein, würde ich inzwischen immer auf ein Touch-Display achten. Somit gehen euch alle Einstellungen noch einfacher von der Hand.

Alle weiteren Blogger ABC Beiträge findet ihr hier:

Blogger ABC Floral Heart_Blog Tipps_Blogging Tipps_Hilfe für Blogger

A – Anfängerfehler beim Bloggen, die du unbedingt vermeiden solltest

B – Blogbilder, welche Kamera ist die Richtige für dich?

C – Collagen erstellen mit Gimp (Tutorial)

D – Design – so gestaltest du einen unverwechselbaren Blogauftritt

E – Excel, Evernote und Co – 77 Tools, die jeder Blogger kennen sollte

F – Fotos für den Blog – Equipment, Setaufbau, Belichtung uvm.

G – Gastblogger-Guide – so schreibst du den perfekten Gastbeitrag

H – Hilfe für Blogger – hier bekommst du Antworten auf deine Fragen

I – Imagemap erstellen mit Gimp (Tutorial)

J – Julias Best Practice: Blogroutine von der Idee bis zum Beitrag

3 Comments

  • Reply
    Tamey
    31. Mai 2016 at 10:36

    Ich liebe diese Art von Posts von dir, ich habe bis jetzt glaube ich fast alle auch gelesen, die sind einfach so so toll und hilfreich! Auch wenn ich mich schon etwas besser mit meiner Kamera auskenne, lese ich die Posts trotzdem echt gerne 🙂

    Liebe Grüße,
    Tamara | brunettemanners

    • Reply
      Floral Heart
      1. Juni 2016 at 20:06

      Vielen vielen Dank für das tolle Feedback. DA macht das Schreiben doch gleich doppelt so viel Spaß 🙂

  • Reply
    Kosmetikmaus
    31. Mai 2016 at 12:47

    Sehr informativ, ich mag solche Beiträge sehr. Vielen Dank

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