Ihr seht jede Woche mindestens eine Collage hier auf dem Blog und mindestens genau so oft werde ich gefragt, wie und womit ich meine Collagen erstelle. Es gibt bestimmt verschiedene Wege und Programme, doch bei mir werden Collagen mit Gimp erstellt. Ich weiß, dass viele Gimp nicht mögen, ich habe es am Anfang auch gehasst. Doch nach und nach habe ich einen guten und schnellen Ablauf entwickelt, mit dem ich meine Collagen für den Blog erstellen kann und diesen möchte ich im C-Beitrag meines Blogger ABC nun endlich an euch weitergeben.
Keine Angst! Selbst, wenn ihr Gimp bisher noch nicht mal installiert habt. Wir bekommen das hin. Ich habe mein Tutorial so aufgebaut, dass ihr, auch wenn ihr Gimp zum ersten mal öffnet, schnell Bescheid wisst, was ihr zu tun habt. Da es für mich zur Erklärung einfacher und für euch wahrscheinlich leichter nachvollziehbar ist, habe ich das Tutorial für euch als Video abgedreht und auf meinem YouTube Kanal veröffentlicht:
Im Video zeige ich euch, wie ihr euch Gimp einrichtet; Bilder einfügt, diese verkleinern, rotieren, spiegeln und verschieben könnt und wie ihr euer Bild letztlich abspeichert. Schaut euch das Video am besten ein mal komplett an und zieht es euch dann immer wieder zu Rate, wenn ihr bei der Erstellung eurer Collage in Gimp nicht weiter kommt oder einen Schritt vergessen habt
Solltet ihr Gimp schon etwas kennen und nur einen Denkanstoß benötigen, wo ihr was findet, könnt ihr auch einfach diesen Beitrag weiter lesen. Hier erkläre ich euch grob die jeweiligen Schritte und Probleme, die auftreten können. Das alles habt ihr aber auch im Video. Da der Beitrag zu lang werden würde, wenn ich hier so ausführlich vorginge wie im Video, werdet ihr immer wieder dieses Zeichen sehen: ⇒ Es zeigt euch, dass es hierzu eine genauere Erläuterung im Video gibt. Per Klick kommt ihr direkt zum Video.
Collagen erstellen mit Gimp in 10 einfachen Schritten
Bilder für die Collage vorbereiten
Für jede Collage benötigt ihr – logischerweise – Bilder. Diese solltet ihr euch als erstes heraussuchen / herunterladen und am besten in einen extra Ordner legen. Ihr könnt die Bilder beschriften, müsst es aber nicht tun. ⇒
Gimp öffnen und Einstellungen vornehmen
Gimp ist sowohl für Windows, als auch Mac erhältlich. Google spuckt euch ohne Probleme Seiten aus, auf denen ihr das Programm kostenfrei herunterladen könnt. Ich habe auf beiden Betriebssystemen bereits mit diesem Ablauf meine Collagen erstellt und es unterscheidet sich kaum.
Um das Tutorial am besten nachvollziehen zu können, benötigt ihr euren Werkzeugkasten auf der linken Seite und rechts den Ebenenbereich. Besonders praktisch lässt sich Gimp im Einzelfenstermodus benutzen. Wie ihr die Elemente angezeigt und den Einzelfenstermodus aktiviert, seht ihr im Video. ⇒
Arbeitsfläche erstellen
Wie ihr seht, seht ihr nichts. Gimp besteht zu nächst aus einer großen grauen Fläche. Auf dieser wollen wir uns nun eine Hintergrundfläche erstellen, auf der wir dann unsere Collage mit Gimp erstellen können.
Die Fläche könnt ihr über „Datei -> neu“ erstellen. In diesem Fenster könnt ihr die Breite und Höhe, sowie das Format (hoch oder quer) festlegen. Im gleichen Fenster könnt ihr unter den erweiterten Einstellungen die Auflösung und die Hintergrundfarbe festlegen. ⇒
Wenn alles geklappt hat, seht ihr nun eine weiße Fläche in eurer eingestellten Größe auf dem Bildschirm.
Bilder einfügen
An dieser Stelle kommt es euch zugute, wenn ihr am Anfang wirklich die Bilder vorsortiert und in einem Ordner abgelegt habt. Diesen öffnet ihr nun parallel (am besten direkt neben Gimp). Jetzt könnt ihr euch eines der Bilder aussuchen, es anklicken, geklickt halten, auf eure weiße Fläche in Gimp ziehen und loslassen.
Schon habt ihr ganz einfach per drag and drop ein Bild zu eurer Collage hinzugefügt. Auf der rechten Seite könnt ihr das Bild nun als neue Ebene sehen.
Bilder skalieren
Häufig sind die Bilder deutlich zu groß für die kleine Fläche und werden deshalb nicht komplett ins Bild passen. Da hilft dann nur Verkleinern. Hierfür wählt ihr im Werkzeugkasten das Werkzeug „Skalieren“ aus. Nun könnt ihr theoretisch das Bild einfach an irgendeiner Stelle anklicken und in alle beliebigen Richtungen ziehen und verkleinern.
Habt ihr die richtige Größe gefunden, klickt ihr auf „skalieren“ in dem kleinen Fenster, was sich geöffnet hatte. Und schon wird euer Bild in beliebiger Größe dargestellt.
Wie gesagt, so funktioniert es in der Theorie. In der Praxis kommt es jedoch vor, dass ihr euer Bild damit verzerrt, weil Gimp es nicht proportional verkleinert. Damit euch das nicht passiert, müsst ihr im Skalieren-Fenster darauf achten, dass die kleine Klammer immer geschlossen ist. Dann skaliert Gimp das Bild proportional.
Bilder verschieben
Habt ihr das Bild in der richtigen Größe, könnt ihr es an einem beliebigen Punkt auf der Fläche positionieren. Dafür wählt ihr das Verschieben-Werkzeug mit den Pfeilen in alle Richtungen aus und schon könnt ihr euer Bild verschieben.
Bilder spiegeln
Eine Collage lebt von vielen Bildern auf einem „Haufen“. Ab und an kommt es dabei vor, dass ein Bild nicht so richtig in die Collage passt. Meistens hilft es hier das Bild zu spiegeln (das verwende ich zum Beispiel bei Bildern von Schuhen sehr gern). Dafür klickt ihr im Werkzeugkasten auf Spiegeln.
Anschließend könnt ihr einfach ein mal auf euer Bild klicken und schon wird es gespiegelt. Es wird immer das Bild per Klick gespiegelt, welches auf der rechten Seite als Ebene aktuell ausgewählt ist.
Bilder drehen
Ähnlich wie mit dem Spiegeln verhält es sich auch mit dem Drehen – es ist manchmal einfach praktisch. Sobald ihr links das Rotationswerkzeug ausgewählt habt, könnt ihr euer Bild anklicken und nach links oder rechts drehen, soweit ihr wollt. Habt ihr zu weit gedreht, könnt ihr es einfach noch ein mal anklicken und in die andere Richtung zurück drehen. ⇒
Text auf der Collage einfügen
Manchmal ist es sinnvoll die Produkte durchzunummerieren oder die Überschrift mit aufs Bild zu schreiben. Auch das ist ganz einfach gemacht.
Ihr wählt zunächst im Werkzeugkasten das große A aus. Nun klickt ihr auf eine beliebige Stelle im Bild und tippt euren Text ein. Anschließend könnt ihr dem Text noch eine andere Schriftart, Größe oder Farbe geben oder ihn unterstrichen oder fest anzeigen. Hierfür markiert ihr einfach den Text und wählt dann die jeweilig gewollte Veränderung aus. ⇒

Falls ihr eine Blogschriftart habt, die ihr immer nutzt, könnt ihr diese auch in Gimp hinterlegen und dann ebenfalls nutzen.
Collage abspeichern
Wer hier denkt, dass man einfach nur auf speichern klicken muss, wird schnell eines Besseren belehrt. Denn mit „Speichern“ wird das Bild im Gimp Format abgespeichert, was super sinnvoll ist, wenn ihr im Bild, also in den einzelnen Ebenen noch mal etwas verändern oder es als Vorlage nutzen wollt. Allerdings könnt ihr das Bild so nicht weiterverwenden. Deshalb wählt ihr „Datei -> Exportieren als“. Nun könnt ihr den Speicherort wählen, eurem Bild einen Namen geben und das Format bestimmen. ⇒
…und fertig ist eure erste Collage mit Gimp.
Oder hat etwas nicht geklappt? Bei mir sind auch bereits einige Probleme bei der Erstellung von Collagen mit Gimp aufgetreten. Auf die häufigsten Fragen und Probleme habe ich hier die Lösung für euch parat:
Mögliche Probleme bei der Collagenerstellung in Gimp und wie ihr sie ganz schnell behebt
Bilder im Nachhinein nochmals verändern
Ihr habt ein Bild eingefügt, es skaliert, rotiert usw. und euch anschließend um andere Bilder gekümmert. Nun wollt ihr das erste Bild doch nochmals etwas verändern, doch Gimp lässt euch einfach nicht mehr an das Bild heran? Nichts leichter als das: Wählt einfach rechts in der Ebenenspalte das Bild aus, welches ihr nochmals bearbeiten wollt und schon stehen euch alle Türen der Bearbeitung wieder offen. ⇒
Dies funktioniert aber nur, bis ihr das Bild einmal exportiert und Gimp geschlossen habt. Beim erneuten Öffnen des Bildes kommt ihr nicht mehr an die einzelnen Ebenen heran, es sei denn, ihr habt es im Gimp-Format gespeichert anstatt zu exportieren.
Beim Verschieben bewegt ihr immer die falschen Bilder
Dieses Problem hat mich kurzzeitig an den Rand der Verzweiflung gebracht – das soll euch erspart bleiben. Im Video habe ich es euch ein mal absichtlich falsch vorgemacht. ⇒
Wie ihr seht, greift Gimp sich manchmal irgendeine Ebene zum Verschieben, die ihr vielleicht gar nicht verschieben möchtet. Hierfür macht ihr einen Doppelklickt auf dem Werkzeug zum Verschieben und klickt dann rechts im Ebenenkasten auf die rechte Sparte und wählt „aktive Ebene verschieben“ aus.
Nun verschiebt ihr immer die Ebene, die rechts ausgewählt ist.
Hintergrund der Bilder überlagert andere Bilder
Ihr seht es im Bild, der Hintergrund der Hose überlagert den Poncho. ⇒
Dieses Problem lässt sich ganz einfach lösen, indem ihr auf „Farbe -> Farbe zu Transparenz“ klickt. Nun könnt ihr auswählen, welche Farbe transparent werden soll (in meinem Fall weiß) und schon habt ihr keinen nervigen Hintergrund mehr, der andere Teile verdeckt.
Bilder sind verpixelt / unscharf
Dieses Problem tritt meist auf, wenn ihr die Bilder ein mal klein skaliert und sie anschließend wieder vergrößert. ⇒
Deshalb empfehle ich euch die Bilder nach und nach herunter zu skalieren. Vom Vergrößern solltet ihr generell absehen. Ist euch ein Bild zu klein geworden und es wird beim Vergrößern unscharf / verpixelt, solltet ihr die Ebene rechts im Ebenenbereich löschen und per Drag and Drop nochmals neu einfügen und gestalten.
Die eingefügte Schrift ist nicht zu sehen
Ihr habt das A-Werkzeug für die Schrift ausgewählt und euren Text getippt, aber es ist keine Schrift zu sehen? Das kann zwei Gründe haben.
- Ihr habt die Schriftfarbe weiß gewählt. Das klingt jetzt dumm und zu einfach, kann aber jedem mal passieren.
- Euer Text befindet sich auf einem Bild, bei dem ihr den Hintergrund nicht auf transparent gestellt habt. Ist das der Fall, solltet ihr letzteres unbedingt nachholen.
Nun sollte eure Schrift wieder vorhanden sein. ⇒
So, jetzt sollte eure Collage aber wirklich fertig sein. Ich hoffe, es war gut umsetzbar mit meiner Anleitung. Wenn ihr irgendwo nicht weiterkommt oder Fragen habt, schreibt es mir gern in die Kommentare und ich versuche euch zu helfen, wo ich kann (bin leider auch kein Profi in Gimp).
Mit der Zeit werdet ihr immer besser und vor allem auch schneller beim Collagen erstellen in Gimp. Lasst euch also nicht unterkriegen und probiert einfach eine Menge aus. Solltet ihr euch über das, was ich erklärt habe, hinaus noch weitere Dinge wünschen, fragt einfach mal Google. Ich bin mir sicher, dass Gimp noch viele viele tolle Dinge kann, die ich noch nicht herausgefunden habe. Lasst es mich also wissen, wenn ich bisher etwas verpasst habe.
Wenn eure Collagen mit Gimp erstellt sind, freue ich mich, wenn ihr mir einen Link zu eurer ersten Collage schickt, damit ich mir euer Meisterwerk auch einmal ansehen kann. Ansonsten lege ich euch noch die bisherigen Beiträge des Blogger ABC ans Herz, auf die ihr über das folgende klickere Bild gelangt:

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