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Wochenendtrip nach Rügen

Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, waren wir vergangenes Wochenende auf Rügen. Wir wollten einfach mal raus, etwas entspannen und den Kopf abschalten, denn in gut drei Wochen stehen bei mir schon wieder die Prüfungen an.

Heute möchte ich dir von unserem Wochenende, unserem Hotel und unserem Ausflug zum Königsstuhl auf Rügen berichten.

Da ich von Patrick zu Weihnachten einen Gutschein für ein Wochenende auf Rügen im Precise Resort bekommen habe, mussten wir uns gar nicht lange auf die Suche nach einem passenden Hotel machen, sondern wussten direkt, wo es hingehen soll.

Am Freitag gingen wir beide vormittags noch arbeiten und zur Uni und gegen Mittag sind wir dann los gefahren in Richtung Ostsee. Nach einigen Stunden Fahrt und einem wunderbaren Stau kamen wir ca um 16 Uhr im Hotel an.

Im Herzen der Hotelanlage stand ein kleines Schloss, welches der ganzen Anlage ein super schönes Flair gab.

Das Einchecken verlief schnell und problemlos und innerhalb weniger Minuten konnten wir dann auch schon unser Zimmer erkunden.

Wir hatten ein schönes Doppelzimmer mit Balkon. Von diesem aus konnte man direkt auf die weiten Felder der Umgebung schauen. Das Hotel liegt nicht direkt an der Ostsee, sondern eher im Inneren der Insel. Dies hat uns aber absolut nicht gestört.

Wenn wir vom Balkon aus nach rechts geschaut haben, konnten wir bereits die Therme erkennen, die wir täglich kostenfrei besuchen konnten. Dort gab es auch eine Sauna, einen Sport Raum und eine Wellness-Oase.

Nachdem wir uns ein wenig eingerichtet hatten, gingen wir auch direkt eine Runde spazieren. Ohne Ziel. Einfach laufen, quatschen, Spaß haben, entspannen.

Um 18 Uhr gingen wir dann zum Abendbrot. Es gab ein leckeres Buffet. Allerdings haben wir uns teilweise etwas fehl am Platz gefühlt, da es wirklich sehr nobel war. Am Büffet habe ich ein Gespräch zwischen einem Vater und seinem ca. 8 jährigen Sohn mitbekommen, dass ungefähr so lief:

Sohn: Schau mal Papa, hier gibt es halbierte Eier [Nimmt sich mehrere Eierhälften auf den Teller]

Vater: Aber bitte, wir essen doch Eier nicht ohne Kaviar. [Nimmt den Teller des Sohns und macht Kaviar über die Eierhälften]

Wahrscheinlich sind uns beim Essen aus den Augen der anderen Gäste auch mehrere Fauxpas passiert, aber hey, das ist einfach nicht das Segment, in dem wir uns aufhalten (wollen).

Nach dem Essen haben wir das Hotel noch etwas erkundet. Es ist wirklich liebevoll eingerichtet und bietet viel Platz für Entspannung und ruhige Minuten. Um halb 9 Uhr abends sind wir dann in die Therme gegangen. Eine richtige Therme ist es in unseren Augen nicht, da das Wasser nicht salzig war und es irgendwie mehr einem Schwimmbad nahe kam. Trotzdem war es sehr schön. Auch wenn es mich zunächst Überwindung gekostet hat, sind wir dann doch mehrmals gerutscht und hatten dabei echt viel Spaß und konnten den Alltag einfach mal vergessen.

Nach dem Baden waren wir dann echt kaputt und sind ganz gemütlich Richtung Hotel gelaufen. Der Weg dauerte nur um die 5 Minuten, also echt perfekt. Anschließend sind wir tot ins Bett gefallen. So viel frische Luft und Action bekommen wir ja sonst selten.

Der nächste Morgen startete etwas chaotisch. Leider haben wir Freitagnachmittag kurz vor der Ankunft im Hotel ein komisches Geräusch im Motorraum unseres Autos festgestellt, was uns sehr verunsicherte. Deshalb war das Frühstück leider nur eine Sache von ein paar Minuten, denn wir mussten schnellstmöglich aufbrechen, um das Auto im Autohaus durchchecken zu lassen. Also verbrachten wir den Vormittag bei VW, um uns dann sagen zu lassen, dass wir es noch bis nach Berlin schaffen sollten und wir es dann unbedingt reparieren lassen müssen (Was auch immer da klappert….).

Am Nachmittag haben wir uns dann auf einen Ausflug zum Königsstuhl begeben. Dies ist der berühmteste Kreidefelsen Rügens. Er ist ganze 118m hoch und am obersten Punkt des Felsens befindet sich ein Nationalpark, den wir besuchen wollten. Nachdem wir unser Auto auf einem nahe gelegenen Parkplatz abgestellt und mit dem Bus Richtung Nationalpark gefahren sind, ist uns neben dem Eingang zum Nationalpark ein Weg in den Wald aufgefallen, den auch einige andere Menschen gingen. Also liefen wir auch in diese Richtung anstatt in den Nationalpark zu gehen.

Der Weg führte uns zunächst zu einer Aussichtsplattform, von der aus wir einen schönen Blick auf den Königsstuhl hatten. Wir genossen den Ausblick und lachten über die Leute, die extra Eintritt zahlten, um auf dem Felsen zu sein, denn vom Nationalpark aus kann man den Felsen nicht bewundern, da man ja auf ihm steht.

Kurz darauf fiel uns eine Treppe auf, die über 420 Stufen und 110 Höhenmeter bis zum Meer führte. Also machten wir uns auf den Weg nach unten. Was soll ich sagen… Runter liefen sich die Stufen ganz gut, hoch ging es dann doch schon um einiges schwerer, aber dazu später mehr.

Das Schöne an dieser Treppe ist, dass man um sich herum immer wieder schöne Dinge entdeckt. Sei es ein kleiner Wasserfall der plötzlich neben einem plätschert, der erste Blick aufs Meer oder mit Kreide bemalte Bäume.

Nach einiger Zeit waren wir an dem steinigen Strand angekommen uns genossen für einen Moment einfach nur das Meer. Wir haben wiedereinmal festgestellt, dass wir beide das Meer einfach lieben. Dieser Geruch, die Geräusche, die weite Ferne, einfach traumhaft.

Nach dem ersten Wow-ich-bin-endlich-wieder-am-Meer-Moment machten wir uns dann auf, um den Strand etwas näher unter die Lupe zu nehmen und an ihm entlang zu spazieren.

Dabei fiel uns unter anderem diese Stelle auf, an der Wasser auf die Steine tropfte. Hier mündet also der winzige Bach, der uns bei der Wanderung nach unten immer wieder über den Weg floss.

Auch ein umgeknickter Baum wurde von uns genau unter die Lupe genommen. Es war einfach faszinierend, was die Natur so macht. In der Stadt achtet man einfach viel zu selten auf die Natur um sich herum. Deshalb haben wir es total genossen uns nun umso mehr Zeit für sie zu nehmen.

Einige Meter weiter konnten wir dann den Königsstuhl von unten bewundern. Der ist echt hoch. Aber ich muss auch sagen, dass ich die ganze Zeit Angst hatte, dass ein Stück vom Kreidefelsen abbricht und herunterkracht. Man hat da ja schon häufig schlimme Dinge gehört von den Kreidefelsen auf Rügen….

Zum Glück ist nichts passiert und so machten wir uns zurück auf den Weg nach oben. Der Rückweg war echt um einiges anstregender. Wir brauchten deutlich mehr Erholungspausen und waren heilfroh, als wir endlich oben angekommen waren.

Anschließend machten wir uns ganz in Ruhe auf den Heimweg.

Viel zu schnell war dann schon wieder der Sonntag gekommen. Bis um 11 mussten wir ausgecheckt und gefrühstückt haben. Dementsprechend klingelte der Wecker bereits um 8 Uhr. Nach dem Frühstücken, Koffer packen und Auschecken setzten wir uns ins Auto und fuhren nach Binz.

Hier gingen wir 2 Stunden lang am Strand spazieren, fütterten Enten und Möwen, beobachteten das Meer und machten jede Menge Bilder, die ich dir in einem anderen Beitrag noch zeigen werde.

Auf unserem Weg Richtung Heimat machten wir noch einen Zwischenstopp in Bergen auf Rügen, wo wir 5 Runden auf einer Sommerrodelbahn fuhren. Wir heizten mit ca 48km/h den Berg hinab. Durch verschiedenste Kurven. Patrick hatte die Bremsen in der Hand, ich musste mich also komplett auf ihn verlassen. Ich liebe ja diese Rodelbahnen, die machen einfach extrem viel Spaß und sind selbst für mich kleinen Angsthasen toll.

Mit diesem letzten Erlebnis endete unser Wochenende und wir stiegen ins Auto ein und fuhren zurück nach Berlin, wo wir trotz Stau und komischem Geräusch im Motorraum auch gut wieder angekommen sind.

Der nächste Ostsee-Urlaub kommt bestimm und hoffentlich ganz bald, denn wir sind absolute

Machst du gern Wochenendurlaube? Wo verbringst du deine Kurztrips? Liebst du das Meer auch so sehr wie wir? 

Ich bin gespannt dich und deine Meinung etwas näher kennenzulernen